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Zwischenbilanz der Aasee-Sanierung Münster (SMS) "Die Oberfläche des Aasees ist klar - bis in jede Ecke." Mehr als zufrieden blicken Berthold Reloe vom städtischen Tiefbauamt und Lutz Hirschmann vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz von der Torminbrücke auf beide Teile des Sees. Der Einsatz des Phosphat-Fällungsmittels zeigt die erhoffte Wirkung, so die Zwischenbilanz. Von den sonst im Sommer typischen Aufschäumungen von Cyanobakterien (Blaualgen) an den Ufern, insbesondere in den Häfen der Yachtschule Overschmidt und der Segelclubs Münster und Hansa, ist nichts zu sehen. Das sichtbare Zwischenergebnis ist auch messbar. Das ergeben die ständigen Begleituntersuchungen von Prof. Dr. Bernhard Surholt und Prof. Dr. Werner Mathys vom Hygieneinstitut der Uni Münster. Die Phosphat-Konzentration ist von etwa 0,3 Milligramm je Liter auf 0,03 Milligramm gesunken. "Gleichzeitig sind auch die Blaualgen verschwunden", freut sich Lutz Hirschmann. Die zuvor sehr hohe Konzentration des von den Blaualgen produzierten giftigen Microcystins liege zurzeit sogar unter dem Grenzwert für Trinkwasser. Die Verbesserung der Sichttiefe brauche aber erfahrungsgemäß noch einige Zeit. Seit zwei Wochen wird das Fällungsmittel auch in die Münstersche Aa - Zulauf des Aasees - gegeben, um so den See weiter zu entlasten. Erste Messungen zeigen schon eine deutliche Verbesserung der Wasserqualität im renaturierten Bereich bei Haus Kump. "Das ist allerdings eine Zwischenbilanz", betont Lutz Hirschmann. Als komplexes ökologisches System sei der Aasee immer für Überraschungen gut. Erst nach Abschluss der Erfolge könne eine endgültige Bilanz gezogen werden. |